Eine Gefährdungsanalyse ist keine Sanierungsplanung

Die Gefährdungsanalyse im Trinkwasser gibt Empfehlungen zur Sanierung der Trinkwasser-Installation, ersetzt jedoch keine Planung der Sanierung. 

In den meisten Fällen, wird die Gefährdungsanalyse Maßnahmen benennen welche kurz-, mittel- oder langfristig durchgeführt werden sollen. Die Planung der Sanierung ist eine mittel- bis langfristige Aufgabe. 

Für die Sanierungsplanung ist jedoch die Gefährdungsanalyse heranzuziehen und dabei zu berücksichtigen. 

Ein Beispiel soll diesen Umstand verdeutlichen: 

In der Gefährdungsanalyse werden sich häufig Hinweise finden, die auf die Dimension der Leitungen im Zusammenhang mit der DIN1988-Teil 300 verweisen. Trinkwasser-Installationen die nach der früheren DIN1988-Teil 3 berechnet wurden, sind zu 99% nach der heute gültigen Norm, überdimensioniert und damit zu groß. Hinzu kommt das früher mit einem Sicherheitszuschlag gerechnet wurde.So kann davon ausgegegangen werden, dass viele Leitungen komplett überdimensioniert sind. Dies führt dazu das sich in den Rohrleitungen keine turbulente Strömung einstellt und so die Legionellen entsprechende „Ruhezonen“ finden. Langfristig muss dies beseitigt werden, andernfalls ist davon auszugehen, dass die Sanierung fehl schlägt und die Legionellen wieder auftreten. 

In einer Gefährdungsanalyse ist keine Dimensionierung oder eine rechnerische Prüfung enthalten, weshalb die Gefährdungsanalyse die Sanierungsplanung vorgibt. 

Halten wir fest, eine Gefährdungsanalyse gibt Hinweise und prüft bestimmte vor Ort vorgefundene Mängel, jedoch ist eine Berechnung nicht in der Gefährdungsanalyse enthalten. 

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