Datenschutz in der Gefährdungsanalyse

Seit Mai 2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung, welche die Verarbeitung von persönlichen Daten regelt. Der Schutz der persönlichen Daten wurde mit der Datenschutzgrundverordnung für den einzelnen gestärkt und es ist nicht zulässig, ohne Einwilligung des Einzelnen seine Daten zu speichern.

Dies hat auch Auswirkungen auf die Gefährdungsanalyse im Trinkwasser, speziell im Wohnungsbau sind hier entsprechende Auswirkungen für das Gutachten zu beachten.

Die Verarbeitung der Daten erfolgt im Rahmen des Gutachtens durch Schreiben des Gutachtens in eine Datei und damit wird diese gespeichert. Nach der Datenschutzgrundverordnung würde jetzt eine Genehmigung aller Wohnungsinhaber benötigt, wenn man die Wohnungen anhand des Mieters beziehungsweise anhand des Nutzers qualifiziert.

Das nachfolgende Beispiel soll das obige beschreiben.

In der Wohnung des Herrn Jürgen Bernhard (Fiktiv) ist folgendes Problem ….

Dies lässt den Rückschluss zu das Herr Bernhard, in dem Gebäude wohnt und lebt. Da Herr Bernhard einer Verarbeitung seiner Daten gegenüber dem Gutachter nicht explizit zugestimmt hat, ist dies bereits ein Verstoß gegen die Datenschutzgrundverordnung.

Weiterhin wird die Gefährdungsanalyse an Dritte weitergegeben und hierdurch wäre eine Genehmigung des Herrn Bernhard notwendig.

Dies würde einen sehr hohen Aufwand bedeuten, möchte man von allen Nutzern eines Gebäudes die Zustimmung zur Verarbeitung und Weitergabe der persönlichen Daten erhalten. Notwendig würde dies werden, wenn die Wohnungen namentlich benannt werden würden.

Hieraus ergibt sich, dass die Gefährdungsanalyse und die Zuordnung der Wohnungen entsprechend anonymisiert werden müssen. Anstatt den Namen des Nutzers zu verwenden, sollte in diesem Fall die Wohnungsnummer für die Gefährdungsanalyse genutzt werden. Alternativ könnte anhand eines Strangschemas oder Grundrissplan, die Zuordnung der gefundenen Mängel erfolgen.

Wichtig aus Sicht des Datenschutzes ist es, dass keine Nutzerdaten wie der Name von in diesem Fall unbeteiligten Personen verwendet werden. Dies gilt auch für die Teilnehmerliste, auch hier ist entsprechende Sorgfalt durch den Sachverständigen an den Tag zu legen.

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