Laborbefunde und deren örtliche Zuordnung

Im Rahmen einer Gefährdungsanalyse in Trinkwasser-Installationen sind die Laborbefunde und deren Zuordnung zu bewerten. Dies legt die Trinkwasserverordnung in der Definition der Gefährdungsanalyse fest.

Die Zuordnung der Laborbefunde ist anhand des Probenahmeplans zu erstellen, an diesem Punkt wird es oftmals schwierig, da ein solcher Plan selten vorliegt. Die Probenahmestellen sind in der Vergangenheit nicht immer klar benannt worden. In großen Wohngebäuden herrscht durchaus eine gewisse Fluktuation, so kann die Wohnung Mayer (beispielhaft) nach einer gewissen Zeit nicht mehr zugeordnet werden, da der Nutzer sich ändert.

Zur eindeutigen Identifikation einer Probenahmestelle und damit zur eindeutigen Zuordnung dieser, ist eine Angabe der Probenahmestelle anhand einer eindeutigen Bezeichnung gemäß Probenahmeplanung am sichersten.

Bei der Bewertung der Laborbefunde sind die zeitliche Abfolge der Untersuchung zu betrachten. Hierzu müssen die Probenahmeprotokolle vorliegen, ohne diesen ist eine Bewertung nur schwer, wenn nicht gar unmöglich. Ebenfalls ist zu betrachten ob eine Probe von einem Medium entnommen wurde oder ob eine Mischwasserprobe entnommen wurde.

Mischwasserproben sind als mangelhaft zu betrahcten, denn hier kann kein Rückschluss gewonnen werden on nun Kalt- oder Warmwasser mit Legionellen belastet ist. Diese Proben sollten auf jeden Fall neu beauftragt werden und dann getrennt nach den Medien erfolgen.

Die Befunde des Labors entscheiden auch über die Durchführung von Sofort-Maßnahmen in der Trinkwasser-Installation und hier sind genaue Kenntnisse notwendig.

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