Unabhängigkeit des Sachverständigen

Das Umweltbundesamt fordert in seiner Empfehlung zur Durchführung einer Gefährdungsanalyse, dass der Sachverständige unabhängig ist.

Konkret schreibt das Umweltbundesamt:

Die Durchführung der Gefährdungsanalyse muss unabhängig von anderen Interessen erfolgen. Insbesondere muss eine Befangenheit vermieden werden.


Empfehlung zur Gefährdungsanalyse vom Umweltbundesamt

Um dies zu verdeutlichen finden sie untenstehend eine Tabelle welche aufzeigt, wo Befangenheit vermutet werden kann.

Sie fragen sich warum ihr Installateur diese Aufgabe nicht übernehmen sollte, die Antwort liefert das Umweltbundesamt. Bedenken muss man hierbei:

Wer Teil des Problems (Legionellen) ist, kann nicht deren Lösung feststellen.

Die Lösung liegt auch in Form der Gefährdungsanalyse vor. Der Sachverständige muss Verstöße gegen die allgemein anerkannten Regeln der Technik aufzeigen und dies umfassend benennen. Durch die Gefährdungsanalyse muss es möglich sein, die Trinkwasserversorgungsanlage so zu sanieren, dass diese den allgemein anerkannten Regeln der Technik entspricht und nach deren betrieben werden kann. Nach erfolgter Sanierung ist die Trinkwasser-Installation das Trinkwasser wie in der Trinkwasserverordnung gefordert zur Verfügung zu stellen.

Das Umweltbundesamt schreibt ferner, dass jegliches Interesse an Folgeaufträgen durch den Sachverständigen vermieden werden soll.

Ein Fachmann, ob Planer, Handwerker oder Probenehmer wird im Rahmen der Gefährdungsanalyse seine eigenen Fehler nicht benennen und daher wird eine unter diesen Umständen erstellte Gefährdungsanalyse unbrauchbar für sie als Betreiber der Trinkwasser-Installation sein.

Auch Anbieter die alles aus einer Hand anbieten, werden kaum objektiv genug sein um eine Gefährdungsanalyse zu erstellen, welche den Anforderungen des Umweltbundesamtes gerecht werden kann. Dies vor allem dann, wenn ein Auftrag vor oder nach der Gefährdungsanalyse erwartet wird.

Für sie als Unternehmer und sonstiger Inhaber einer Trinkwasser-Installation ist dies wichtig, denn durch die Trinkwasserverordnung stehen sie in der Verantwortung, sowohl für die Qualität des von ihnen zur Verfügung gestellten Trinkwasser, wie auch für die durchzuführenden Maßnahmen der Gefährdungsanalyse. Sollten hier Tatsachen verschwiegen werden, die zu einem Schaden führen könnten, sind sie als Betreiber der Versorgungsanlage haftbar, gegenüber ihren Nutzern.

Dies betont das Umweltbundesamt in der Empfehlung zur Gefährdungsanalyse.

Im Falle von Schadensersatzforderungen vor Gericht kann es wichtig sein, de Unabhängigkeit des Sachverständigen belegen zu können.

Mit dieser Forderung ist es für sie als Verantwortlicher wichtig, denn richtigen Sachverständigen auszuwählen und dies nötigenfalls auch belegen zu können.

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