Probenahme vertraglich fixieren?

Immer wieder mal ist zu hören, dass in Leistungsverzeichnissen und Angeboten die Probenahme und Untersuchung für Legionellen aufgenommen werden soll.

Die TrinkwV aus dem Jahr 2018 wurde um den Paragraphen 14b ergänzt und es wurde festgelegt, dass neu in Betrieb genommene Wasserversorgungsanlagen frühestens drei Monate und spätestens 12 Monate nach Inbetriebnahme untersucht werden müssen.

Macht es jetzt Sinn, die Legionellenuntersuchung vor der Abnahme durchzuführen?

Hier stellt sich die Frage was will man mit der Untersuchung bereits vor der Abnahme erreichen?

Den Nachweis führen, dass zur Abnahme keine Legionellen in der Trinkwasser-Installation zu finden sind.

Die Antwort auf das Untersuchungsergebnis wird vor der Abnahme in 99% der Fälle 0KBE lauten.

Warum?

Hier hilft ein Blick in das DVGW-Arbeitsblatt und auch in die Begründung zur TrinkwV (S.43 der Drucksache 700/17)

Mikrobiologie benötigt einen gewissen Zeitraum, um sich bilden zu können. Legionellen benötigen Biofilm und eine Wohlfühloase, um sich vermehren zu können.

Der Nachweis von Legionellen in einer Trinkwasseranlage ist ein sicheres Indiz, dass die A.a.R.d.T. nicht eingehalten werden.

Eine Untersuchung auf Legionellen bereits vor der Abnahme und direkt nach erfolgter Inbetriebnahme von neuen Installationen wird spätestens dann in Frage gestellt, wenn:

Bei der systemischen Untersuchung Legionellen nachgewiesen werden.

Probenahme doch nicht vertraglich fixieren?

Ja und Nein.

Eine Probenahme von neuen Installationen wird ein positives Ergebnis bringen, wenn man es doch in den Vertrag aufnehmen will, ist der Zeitpunkt eventuell entscheidend.

In den beiden Beiträgen, die in den nächsten Tagen folgen, werden zwei Möglichkeiten beschrieben die eventuell Sinn ergeben.  

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