Dezentrale Anordnung der Ultrafiltration vor der Entnahmearmatur

Ultrafiltration oder Nanofilter vor der Entnahmearmatur zum Beispiel an der Küchenspüle, ist das Thema dieses Beitrages.

Vor ein paar Wochen lief für eine Armatur mit gekühltem und kochendem Wasser eine Fernsehwerbung. So weit nicht allzu spektakulär, jedoch recherchiert man zu dem Thema, findet man Aussagen, wie:

  • Reinstes Trinkwasser
  • Keine Medikamentenrückstände
  • Kein Mikroplastik

Bestimmt wird diese Liste bald um den Punkt Nitrat ergänzt, denn es ist gerade politisch ein Thema.

Die Werbung als solches richtet sich an den Verbraucher, welcher das Produkt kaufen soll. Insoweit alles vertretbar, jedoch es gibt dabei ein Problem.

Ich finde das Problem ist jetzt das der Käufer im guten Glauben ein Produkt erwirbt und einbauen lässt, welches ihn am Ende mehr schaden kann, als es ihm nutzt.

Dies im Grunde auf mehreren Wegen.

Erfahren werden es die meisten erst wenn es zu möglichen Problemen gekommen ist. Dies ist nicht meine Aufgabe, ich denke aber das dieses Thema technisch besprochen werden sollte.

Was wird gemacht?

Vor der Entnahmearmatur der Küche wird ein Nano- oder Ultrafilter eingesetzt, welcher die schädlichen Stoffe aus dem Wasser herausfiltern soll. Dieses Wasser wird dann meist über einen eigenen dritten Leitungsweg an der Armatur zur Verfügung gestellt. (siehe Skizze)

Die Problematik dabei ist, dass dieser Filter nicht ohne entsprechende Systemtrennung eingebaut werden darf. Dies wird dem Nutzer nicht mitgeteilt.

Das ist der erste Punkt.

Der zweite Punkt ist der, dass sich die Nutzer durch etwas vermeintlich Gutem auch noch selbst schaden können.

Durch den Einsatz des Filters werden bekanntlich, Viren, Bakterien und Keime zurückgehalten. Diese liegen dann in diesem Filter in Konzentrierter Form vor.

Da diese Filter mit keinerlei Absicherung (Woher soll es der Kunde denn wissen?) angeboten werden, kann es jetzt zu folgenden Problem kommen:

Die Armatur an der Küchenspüle ist ein Einhebelmischer, bei schnellen schließen der Armatur kann es zu Druckstößen in die Leitung kommen. Durch diese Druckstöße können jetzt die Viren, Keime und Bakterien aus dem Filter in das angeschlossene Leitungsnetz gespült werden. Hierdurch werden diese Stoffe im Leitungsnetz verteilt und stehen in erhöhter Konzentration vor der nächsten Dusche bereit.

Die Folge für den Nutzer kann erheblich sein.

Wie man es richtig machen will?

Aus technischer Sicht müsste vor dem Filter eine Systemtrennung mit freiem Auslauf erfolgen. Aus räumlichen Gründen wird dies unter der Küchenspüle kaum möglich sein.

Ein weiterer Ausschlussgrund werden hier die Kosten sein, oder wie will man Argumentieren, dass für einen Filter für 200 € eine Systemtrennung im Wert von 2000 – 4000 € notwendig ist.

Die vielleicht bessere Lösung wäre, einen „Biohazard“ Aufkleber auf diese Filter platzieren zu müssen. Denn es ist eine biologische Gesundheitsgefährdung für den Nutzer möglich.  

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