Ultrafiltration in der Zirkulation des Warmwassers

Das dritte Beispiel zeigt den Einsatz der Ultrafiltration in der Zirkulation.

(1) Warmwasserbereitung
(2) Warmwasseranschluss
(3) Ultrafiltration
(4) Systemtrennung mit Druckerhöhung
(5) Zirkulationspumpe
(6) Zirkulationsleitung

Der Einsatz der Ultrafiltration in der Zirkulation soll den Legionellen die Lebensgrundlage entziehen, in dem die unerwünschten Inhaltsstoffe dem Trinkwasser entzogen werden.

Hierbei taucht ein neues Problem auf, die Systemtrennung als solches ist derzeit in der Norm vorgeschrieben, um eine retrograde Verkeimung zu verhindern.

Diese ist notwendig und erfordert dem Grunde nach einer Station, die für die Anforderung des Warmwassers zugelassen ist- Diese Systemtrennung müsste gedämmt sein und für die Betriebstemperaturen des Warmwassers zugelassen sein. Was derzeit nicht möglich ist, denn eine Systemtrennung für Warmwasser gibt es derzeit nicht am Markt. (neue Produktidee?)

Systemtrennung weglassen?

Leider wird es durchaus so empfohlen.

Normativ nach dem heutigen Stand nicht zulässig beziehungsweise ist diese Anwendung derzeit so nicht erfasst.  (DIN 1988-300 Tabelle A1)

Ein Rückflussverhinderer reicht doch aus?

Nein. Wir reden bei Legionellen über bewegliche Bakterien, welche sich aktiv fortbewegen können und sollte die UF-Anlage defekt sein und eine Störung auf Seiten der Zirkulation vorliegen, steht einer Wanderschaft der Legionellen nichts im Wege.

Bedacht werden muss, dass in einer Ultrafiltrationsanlage die Konzentration erhöht ist, da an dieser Stelle gefiltert wird. Dies ist schließlich die Aufgabe der Anlage.

Technisch ist das Ganze durchaus machbar, jedoch fehlt derzeit noch eine geeignete Systemtrennung. Solange zumindest die Norm einen freien Auslauf vorschreibt.

Zusammenfassend

Ein Argument für diese Anlagenkonstellation soll die Energieeffizienz sein. Dies wird von mir in den nächsten Tagen noch betrachtet.

Darf ich dafür plädieren, dass man dem Ganzen durchaus eine Chance geben soll. Ja darf ich, jedoch wäre es dann wünschenswert, wenn der DVGW (als Beispiel) hierzu eine fachliche Stellungnahme veröffentlicht. Dies könnte im Rahmen einer TWIN geschehen.

Denn was fehlt ist die Sicherheit, dass der Verarbeiter und der Planer fachlich korrekt arbeiten. Aus der momentanen Sicht würde ich es aus deren Sicht, eher unterlassen diese Technik einzuplanen geschweige denn einzubauen. Mit einer TWIN vom DVGW, würde dem Verarbeiter und Planer die notwendige Sicherheit gegeben werden, denn hier könnte dann auf die notwendige Absicherung von Ultrafiltrationsanlagen eingegangen werden.

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