Zentrale Anordnung der Ultrafiltration im Bereich Warmwasser zur Legionellen-Prophylaxe

Das zweite Beispiel soll die Ultrafiltration in der Warmwasserbereitung betrachten.

(1) Systemtrennung mit Druckerhöhung
(2) Ultrafiltrationsanlage
(3) Warmwasserspeicher
(4) Warmwasserleitung
(5) Zirkulation

Hier nehmen wir auch wieder das Beispiel des Mehrfamilienhauses mit 10 Wohneinheiten und den folgenden Anlagenparametern:

Spitzenvolumenstrom Warmwasser = 0,78 l/s = 2,8 m³/h

Hier wird auch der Grundsatz verfolgt: Wo keine Legionellen sind, können sich auch keine Legionellen vermehren. Allerdings gibt es hierbei den Denkfehler, dass Legionellen nur im Warmwasser vorkommen. Dies ist jedoch nicht der Fall, wie man heute weiß sind Legionellen ebenso häufig in den Kaltwasserleitungen zu finden. Dieses Problem wäre somit ungelöst.

Das Schema zeigt die Installation der Ultrafiltrationsanlage in der Zuleitung zum Warmwasserspeicher.

Diese Lösung hat wie die Lösung Ultrafiltration nach dem Wasserzähler dieselbe Problematik. Dies wäre eine eigene Druckerhöhung für die Warmwasser-Installation und eine Systemtrennung zur Vermeidung der Rückverkeimung in das vorgeschaltete Trinkwassernetz.

Technisch machbar, jedoch aufgrund der Systemtrennung eine unwirtschaftliche Lösung. Der Kostenaufwand für die Systemtrennung und der Druckerhöhung, würde jeden Vorteil der Ultrafiltration zu Nichte machen.

In wie weit die Energieeinsparung bei diesem System eine Rolle spielen könnte, wird in einem der nächsten Beiträge untersucht.

Lässt man jetzt außer Acht, dass nach einer Ultrafiltration und dem Schema kein Trinkwasser mehr zur Verfügung steht, wäre es aus technischer Sicht eine Möglichkeit Legionellen + Co. Fern zu halten.

Aber auch hier, ist ein hoher Aufwand für den Betrieb zu erwarten. Ebenfalls würden hier 3 Ultrafiltrationsanlagen mit 1200 l/h zum Einsatz kommen. Die Standzeiten der Membranen in den Filtern sind mit ca. 3 bis 6 Monaten je nach Wasserqualität zu erwarten. Dies würde einen erheblichen Kostenfaktor ausmachen.

Näheres dazu, in einem späteren Beitrag.

Zusammenfassend

Lässt man die Kosten für den Betrieb außer Acht, ist dies eine Möglichkeit wie eine Ultrafiltration technisch umsetzbar wäre. Ob es Vorteile bringt, dass kann nur anhand einer Kostenschätzung und Analyse ausgesagt werden. Dies wird folgen.


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