Zentrale Anordnung der Ultrafiltration nach dem Wasserzähler

Prinzip Skizze Ultrafiltration am Hauswassereingang

Das obige Beispiel folgt dem Grundsatz:

Wo keine Legionellen vorhanden sind, können sich keine Legionellen vermehren.

Bevor ich dieses Beispiel detaillierter bespreche möchte ich den Hinweis geben, dass dies derzeit so nicht zulässig ist. Technisch ist dies machbar, jedoch würde dies streng genommen eine zentrale Sicherungseinrichtung darstellen und diese ist normativ nicht mehr zulässig.

Kurze Beschreibung der obigen Skizze

(1) Zeigt den Anschluss an die Hauptleitung der Trinkwasserversorgung

(2) Ist die Hauptabsperreinrichtung mit Wasserzähler

(3) Stellt eine Systemtrennung nach Norm dar, hier mit freien Auslauf Typ AB

(4) Ist die Ultrafitration

(5) Ist die Kaltwasserleitung des Gebäudes

(6) Ist die Anschlussleitung für die Warmwasserbereitung

Bei diesem Aufbau des Wasseranschlusses würde die Ultrafiltration dafür sorgen, dass keine unerwünschten Stoffe in die Wasserversorgungsanlage gelangen könnten. Die Sicherungseinrichtung vor der Ultrafiltration ist notwendig um dass Trinkwassernetz des Wasserversorgers gegen Rückverkeimung zu schützen. Gemäß Normung ist dies mit einer Sicherungseinrichtung der Kategorie 5 durchzuführen. In diesem Fall würde es dazu führen, dass das komplette Wasser für das Gebäude über eine nachgeschaltete Druckerhöhungsanlage gepumpt werden müsste.

Das Beispiel mit 10 Wohneinheiten

Unser Gebäude wird mit einer Standardmäßigen Sanitäreinrichtung ausgestattet, was zu folgenden Parametern für die weitere Auslegung führt:

Spitzenvolumenstrom Trinkwasser 1,084 l/s (nach DIN 1988-300), dies würde einen Trinkwasserbedarf von 3,9 m³/h für unser Gebäude bedeuten.

Mit dieser Angabe kann man jetzt eine Ultrafiltrationsanlage auslegen. Hier möchte ich darauf hinweisen, dass die am Markt gängigen UF-Anlagen einen Volumenstrom von ca. 600 bis 1200 Litern pro Stunde haben.

Um jetzt dieses Beispiel mit einer Ultrafiltration betreiben zu können, wäre eine Batterie von 4 Ultrafiltrationsanlagen im Parallelbetrieb notwendig.

UF-Anlage ca. 1200 l/h bei 3,9 m³/h vier Anlagen im Parallelbetrieb um die Anforderung des Gebäudes realisieren zu können. Beachtenswert ist, dass der Wert des Durchflusses für die Neuanlagen gilt. Dieser Hinweis wurde eines Herstellers deutlich ausgeführt, weswegen es vorstellbar ist, dass die Werte im Laufe der Zeit rückläufig sein können. Genauere Angaben liegen hierzu nicht vor.

Zusammenfassend

Als zentrale Anlage durchaus realisierbar, wobei der Aufwand durch eine Trennung vom Netz des Wasserversorgers derzeit hoch ist.

Beachtenswert ist jedoch auch, dass bei Ultrafiltrationsanlagen auch die erwünschten Stoffe im Trinkwasser entfernt werden. Hier wäre ein Blick aus medizinischer Sicht notwendig, ob es zu gesundheitlichen Einschränkungen kommen kann.

Ich denke zusammenfassend besteht für diese Anlagenvariante ein erhöhter Forschungsbedarf. Einerseits eine brauchbare Lösung um Keime, Viren und Bakterien aus dem Trinkwasser zu entfernen, andererseits sind die langfristigen gesundheitlichen Auswirkungen nicht bekannt.

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