Wo werden Anforderungen an den Sachverständigen gestellt?

Wie bereits vorher erwähnt gibt es zwei Stellen, welche die Anforderungen an den Sachverständigen definieren. Dies sind:

  1. Die Empfehlungen für die Durchführung einer Gefährdungsanalyse gemäß Trinkwasserverordnung des Umweltbundesamtes vom 14.Dezember 2012
  2. Die VDI/BTGA/ZVSHK-Richtlinie 6023 – Blatt 2 Hygiene in Trinkwasser-Installationen Gefährdungsanalyse von Januar 2018

Beide Stellen fordern, dass der Sachverständige eine entsprechende Berufsausbildung, sowie entsprechende qualifizierende Maßnahmen durchlaufen hat. Es wird hier dem Sachverständigen auferlegt, sich regelmäßig und dauerhaft in seinem Fachbereich fortzubilden.

Die VDI/BTGA/ZVSHK-Richtlinie definiert einen Sachverständigen nach dieser Richtlinie. Grundlage aus dem Zertifizierungsprogramm sind jedoch mehrere durchgeführte Gefährdungsanalysen, welche auch dem Prüfungsausschuss zum VDI/BTGA/ZVSHK 6023-2 anerkannten Sachverständigen zur Prüfung vorgelegt werden müssen.

Hier ist die Empfehlung des Umweltbundesamtes die maßgebliche Vorschrift, denn diese fordert entsprechende fachliche Ausbildung und Qualifizierung des Sachverständigen. Ein Nachweis des Sachverständigen, dass er als VDI/BTGA/ZVSHK 6023-2 Sachverständiger anerkannt ist, wird die derzeit höchst mögliche Qualifizierung sein.

Gemäß UBA-Empfehlung kommen folgende Personen für eine Gefährdungsanalyse in Betracht:

  • Mitarbeiter einer akkreditierten technischen Inspektionsstelle für Trinkwasserhygiene nach DIN EN ISO 17020
  • Mitarbeiter nach Trinkwasserverordnung akkreditierte und nach § 15 Absatz 4 TrinkwV 2001 zugelassene Untersuchungsstellen (Labore),
  • Mitarbeiter aus Planungs- und Ingenieurbüros (Planer) und
  • Mitarbeiter aus Handwerksbetrieben des Installationshandwerks (Vertrags-Installationsunternehmen nach AVBWasserV9)

Hinzu kommt aus der UBA-Empfehlung dass die Personen welche eine Gefährdungsanalyse durchführen, sich entsprechend weiterbilden und ihre Kenntnisse entsprechend vertiefen.

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