Anforderungen an den Sachverständigen

In Deutschland ist der Sachverständige nicht reguliert, jeder kann sich Sachverständiger nennen. Dieser Umstand ist teilweise unbefriedigend, jedoch gegeben. Einzig ein Gericht hat im Rahmen eines Wettbewerbsrechtstreites festgestellt, dass ein Sachverständiger über entsprechendes Fachwissen und einer dazugehörigen Berufsausbildung verfügen muss. Hier wurde eine Verwendung des Begriffes Sachverständiger untersagt, da diese Anforderungen nicht erfüllt wurden.

Euro Expert definiert den Sachverständigen wie folgt:

Der Sachverständige ist eine unabhängige integre Person, die auf einem oder mehreren bestimmten Gebieten über besondere Sachkunde sowie Erfahrung verfügt. Der Sachverständige trifft aufgrund eines Auftrages allgemeingültige Aussagen über einen ihm vorgelegten oder von ihm festgehaltenen Sachverhalt. Er besitzt ebenfalls die Fähigkeit, die Beurteilung dieses Sachverhaltes in Wort und Schrift nachvollziehbar darzustellen

Euroexpert

Betrachtet man das Thema „Gefährdungsanalyse“ wird jeder einen entsprechenden Sachverständigen mit dieser Aufgabe betreuen wollen, denn es heißt ja „Gefährdung“ und kommt von Gefahr. Eine Gefahr aus der Trinkwasserleitung, ist schließlich auch gegeben. Da die Gefährdungsanalyse immer dann durchzuführen ist, wenn Legionellen in der Trinkwasseranlage vorkommen. Und Legionellen sind potentiell gefährlich.

Somit wird der UsI einen entsprechenden Fachmann hiermit beauftragen wollen. Doch woran kann der UsI erkennen, dass der beauftragte Fachmann der richtige ist?

Es soll Veterinäre geben, welche Gefährdungsanalysen erstellen, dies ist sicherlich ein Doktor und in seinem Fachgebiet hervorragend, aber ist dies der richtige Beruf um, Trinkwasser-Installationen zu prüfen? Sie werden es sicher selbst beantworten können. Doch wo findet der UsI hier eine entsprechende Hilfe?

Die Antwort gibt das Umweltbundesamt mit seiner Empfehlung „Durchführung von Gefährdungsanalysen“, aber auch die VDI/BTGA/ZVSHK-Richtlinie 6023 – Blatt 2 gibt hierzu Auskunft. Dies betrachten wir im nächsten Beitrag genauer.

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