Was kostet eine Gefährdungsanalyse?

Die jüngere Vergangenheit hat gezeigt, dass es hier eine breite Spannbreite bei den Kosten für Gefährdungsanalysen gibt. So werden Gefährdungsanalysen für 149.-€ als Pauschalleistung angeboten, aber auch Gefährdungsanalysen mit 3000.-€ und mehr für dieselbe Anlage.

Klar herausarbeiten kann man, dass eine Gefährdungsanalyse für 149.-€ nicht dem entspricht, was eine Gefährdungsanalyse sein muss. Denn das würde einen Stundensatz von unter 5.-€ ausmachen. Das wäre sogar eine Mindestlohnunterschreitung. Hier steht dann entweder der Verkauf eines Produktes oder anderweitigen Leistung im Vordergrund und dies ist gemäß der UBA-Empfehlung von 2012 unzulässig, da hier weitere Interessen verfolgt werden.

So können aber auch Gefährdungsanalysen die 3000.-€ und mehr kosten, mangelhaft sein. Wenn es hier nur um den Faktor Geld verdienen geht. Es ist schwer festzulegen, was eine gute Gefährdungsanalyse kostet, bei Gefährdungsanalysen unter 1000.-€ sollten Sie als Unternehmer und sonstiger Inhaber misstrauisch werden, ob die dann erbrachte Leistung, dem entspricht was gemäß den Richtlinien gefordert ist.

Ein einfaches Beispiel, welches zumindest verdeutlichen soll, dass es Gefährdungsanalysen unter 1000.-€ nicht geben kann.

Stundensatz gemäß Justizvergütungsgesetz liegt bei Sachverständigen bei 80.-€ in der Haustechnik. Dies stellt den Mindestsatz für Sachverständige vor Gericht dar, ein Gefährdungsanalyst wird sich aufgrund der Tatsache, dass er sich laufend weiterbilden muss, an diesen Mindestsatz orientieren beziehungsweise einen höheren Stundensatz in seine Kalkulation einfließen lassen. Für unser Beispiel nehmen wir diesen Stundensatz.

Es soll ein Mehrfamilienhaus mit 10 Wohneinheiten untersucht werden. Das Gebäude besteht aus, einer Zentrale mit dem Hauswasseranschluss und einer separaten Heizungsanlage. Die Installation ist einfach und verteilt sich im Keller, es sind drei Steigleitungen zu beachten. Im Keller befindet sich noch eine Gartenwasserleitung, welche zwei Stellen mit Wasser versorgt.

Eigentlich eine einfache tausendfach vorzufindende Installation, welche in vielen Mehrfamilienhäuser vorzufinden ist.

Um jetzt die Gefährdungsanalyse erstellen zu können, werden folgende Dinge von Nöten sein. (Anmerkung: die Aufstellung ist nur grob skizziert)

  • Vorgespräch 2 Stunden
  • Sichtung der Unterlagen 8 Stunden
  • Ortstermin 8 Stunden
  • Prüfen der Laborbefunde 2 Stunden
  • Erstellung der Gefährdungsanalyse 8 Stunden
  • Umsatzsteuer mit 19%

Dies sind jetzt 28 Stunden, ohne wirklich detailliert in die Kalkulation einzusteigen. Dies würde jetzt ungefähre Kosten von 2500.-€ machen und dies ist ein einfaches Gebäude, mit wenig Aufwand zu einer Gefährdungsanalyse.

Der Preis beziehungsweise die Kosten, sind bei jedem Gebäude unterschiedlich. Es ist nun einmal so, dass jedes Gebäude fast einen Prototyp darstellt und anders ist.

Festhalten muss man, dass die Kosten somit kein Maßstab ist, ob eine Gefährdungsanalyse gut ist. Einen Blick darauf, ob eine Gefährdungsanalyse vollständig ist, dies kann mittels der Kosten dennoch vollzogen werden. 

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