Zentrale und dezentrale Warmwasserbereitung – Merkmale und Unterschiede der heute gängigen Warmwasserbereitung

Wohnungsstationen und Frischwasserstationen ersetzen immer mehr den klassischen Warmwasserspeicher. Mit dem heutigen Beitrag sollen die grundlegenden Unterschiede in Form einer Tabelle aufgezeigt werden.

Die Unterscheidungsmerkmale können der untenstehenden Tabelle entnommen werden. Einzelne Merkmale werden unter der Tabelle kurz besprochen.

Technische Unterscheidungsmerkmale zentrale und dezentrale Warmwasserbereitung.

Ausgangsbasis für die dezentrale Wohnungsübergabestation ist, dass die Warmwasserleitung hinter der Station unter 3 Liter Inhalt bleibt und somit auf eine Zirkulationspumpe in der Wohnungsstation verzichtet werden kann.

Technische Merkmale

Unterscheidungsmerkmale zentrale und dezentrale Warmwasserbereitung (Betrieb & Planung)

Bei Betrieb und der Planung sind größere Unterschiede zu erwarten. Die Frage, welche sich stellt:

Ist das wirklich so?

Geht man von den Unterlagen aus, erhält man den Eindruck: Ja hier liegen die großen Einsparpotentiale. Hierzu soll die nachfolgende Tabelle, Erkenntnisse liefern.

Betrieb & Planung

Warmwassertemperatur mit 60°C bei dezentralen Wohnungsübergabestationen?

Dies wird der größte Knackpunkt sein. Es gibt Wohnungsübergabestationen, die sind nicht für diese Betriebstemperatur ausgelegt.

Sind diese einsetzbar?

Diese Frage soll aus der Sicht des Planers beantwortet werden. Der Planer ist gehalten sich an den technischen Regeln zu halten und die Planung darauf abzustimmen.

Betrieb Kleinanlagen DVGW W551

Das DVGW Arbeitsblatt W551 schreibt:

Bei dem Betrieb von Kleinanlagen, soll die Temperatur an der Warmwasserbereitung auf 60°C eingestellt werden. Ferner kann die Temperatur bei Einweisung und Inbetriebnahme auf Temperaturen kleiner 60°c und nicht weniger als 50°C eingestellt werden. Jedoch nur dann, wenn der Betreiber (Nutzer) über die gesundheitlichen Risiken aufgeklärt wurde.

Reicht eine Information aus oder ist sogar die Zustimmung notwendig?

Hier müsste man die Frage eher anders stellen. Wer haftet im Falle einer Erkrankung?  Diese Frage soll hier nicht weiterverfolgt werden.

Die Planung muss so abgestimmt sein, dass für den Nutzer keine Gefahr für seine Gesundheit besteht. Damit bleibt dem Planer nichts anderes übrig, als auch die Warmwassertemperatur bei dezentralen Wohnungsübergabestationen mit 60°C zu planen.

Die Planung muss einen sicheren Betrieb gewährleisten.

Das wiederum führt zu höheren Temperaturen im Heizungsnetz und kann die Energiebilanz nachhaltig beeinflussen.

Zusammenfassend

Zusammenfassung

Das dezentrale Wohnungsstationen Kleinanlagen nach DVGW W551 sind, bedeutet nicht, dass es keine Anforderungen an diese geben würde.

Ob die Energieeinsparpotentiale immer so hoch sind wie oftmals angenommen, kann nur an der einzelnen Baumaßnahme ermittelt werden.

Wenn es richtig gemacht wird und die Anlagen entsprechend konzeptioniert sind, dann können diese eine Alternative darstellen.

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